Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ (Albert Einstein)
Auch im Jahr 2026 ist der Warenhauskonzern Galeria wieder in den Schlagzeilen, er will Mieten für einige Häuser drücken und führt bereits Gespräche über Sozialpläne.
Doch geht es bei weitem nicht um die Mieten, denn zum Jahreswechsel ist der Umsatz um mehr als neun Prozent eingebrochen, der Bruttogewinn um elf Prozent geschrumpft, die Erlöse lagen 20 Prozent unter Plan und dazu kam noch ein schwaches Weihnachtsgeschäft.
Die auf rund 12.000 Beschäftigte reduzierte Belegschaft kommt nicht zur Ruhe. Im Herbst 2024 hatte die Geschäftsführung die Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di über die Rückkehr von Galeria in den Flächentarifvertrag abgebrochen. An Stelle eines Flächentarifvertrages schloss das Unternehmen nur ein „betriebliches Bündnis“. Weil die Beschäftigten auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichteten, hat Galeria seit der letzten Insolvenz 70 Millionen Euro eingespart und im laufenden Geschäftsjahr verlangt das Management nochmals rund 13 Millionen Euro Einsparungen beim Personal.
Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi reagierte nach bereits vier Karstadt – Insolvenzen und dem spektakulären Zusammenbruch des Eigners, der Signa-Gruppe, wieder einmal empört. Silke Zimmer die im verdi – Bundesvorstand für den Bereich Handel zuständig ist, sagte: „Jetzt droht Galeria erneut mit Schließungen und Entlassungen wegen wieder einmal überteuerten Mieten. Das sogenannte Zukunftskonzept ist seit langem ein Griff in die Geldbeutel der Kolleginnen und Kollegen bei Galeria. Immer sollen die Beschäftigten für die Unfähigkeit des Managements den Kopf hinhalten“.
Doch ver.di hat diese Spielchen mit den Investoren immer wieder mitgemacht, sich nur auf die schon vier Mal gescheiterte privatwirtschaftliche Lösung konzentriert und sich immer auf die Suche nach neuen Eigentümern begeben. Überlegungen neuer Konzepte zur Rettung der Arbeitsplätze wie eine Kommunalisierung bzw. Weiterführung des Konzerns als Genossenschaft werden und wurden erst gar nicht seitens der Gewerkschaft zugelassen.
Wieder verspricht man sich mit gleichem Tun, ein anderes Ergebnis zu erzielen. Das ist aber nur vorgegeben, das Ergebnis ist seit Jahrzehnten das gleiche: nämlich, das Unternehmen auf dem Rücken der Beschäftigten immer wieder schamlos auszusaugen. Die unendliche Karstadt Geschichte oder wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sich wieder und wieder am Nasenring durch die Manege führen lässt weiterlesen →